Race around Austria

Rennbericht

Race around Austria

Race Around Austria Michael Payr

Nachdem wir bei traumhaftem Wetter um 18:26 gemeinsam von der Startrampe gefahren sind, nahm Markus die ersten hügeligen 15 Kilometer in Angriff. Zu meiner Überraschung war er nach ziemlich genau 30 Minuten schon am geplanten Wechselpunkt, wo ich dann aktiv in das Rennen einstieg. Geplant waren bis zu diesem Zeitpunkt ca. 45 Minuten Fahrzeit, also ein extrem starker und schneller Start. Bedingt durch das hohe Tempo von Markus, war ich ebenfalls schon extrem motiviert, was dazu führte, dass auch ich mein Tempo deutlich höher ansetzte, als ursprünglich geplant.

Die ersten ca. 110 Kilometer Gesamt verliefen sehr gut, ich konnte gut Tempo machen und bis Obernberg am Inn mein Tempo so auch weiter durchziehen. Am Marktplatz Obernberg am Inn angekommen, war nochmal ein Wechsel geplant, da die nächsten Kilometer wieder von einigen harten Höhenmetern geprägt waren. Bis kurz nach Schardenberg fuhr Markus wieder mit einem Wahnsinns-Tempo, wo wir vor dem Mühlviertel noch einen letzten Wechsel geplant hatten. Von dort weg hieß es nochmal gut 30 Kilometer aufs Gas zu drücken, Tempo zu machen und bis zur Donaubrücke alles herausholen, was nur irgendwie geht, ohne mich so zu verausgaben, dass ich im Laufe des restlichen Rennens noch vollkommen einbrechen würde.

Nach Gesamt 160 Kilometer und einer Fahrzeit von ca. 5:20 Stunden war für mich der erste Teil erledigt, währenddessen für Markus der härteste Teil genau jetzt starten sollte. Das Mühlviertel stand ihm im Weg und jeder der die Gegend kennt, weiß, wie hart die Steigungen dort teilweise sind, wie unrhythmisch der Teil des Rennens ist und, bedingt durch die Nacht und Kälte, welche mentale Herausforderung dieser Streckenabschnitt ist. Markus hat jedoch auch das überragend gemeistert, lediglich die letzten 10 Kilometer mussten wir tauschen, was allerdings unter Anbetracht seines enormen Tempos und der Kälte absolut nachvollziehbar war.

Ab dem Zeitpunkt war jedoch unser Plan Geschichte und wir mussten situationsbedingt reagieren. Da ich die Möglichkeit hatte, in der Nacht zu schlafen, kam bei mir der Einbruch erst später, allerdings musste auch Markus auf Abschnitten übernehmen, die eigentlich für mich gedacht gewesen sind.

Den letzten und meiner Meinung nach härtesten Anstieg auf den Ziehberg hat er wiederum extrem stark hinter sich gebracht, ehe ich dann die letzten flachen Kilometer entlang des Attersees übernommen und versucht habe, ein letztes Mal alle Kräfte zu mobilisieren und so nochmal ein bisschen Zeit auf unsere direkten Konkurrenten aufzuholen, was dann auch schlussendlich gelungen ist.

Die letzten Kilometer ins Ziel sind wir, begleitet von unseren Betreuern, Freunden und Verwandten und einem Official des Rennens, gemeinsam gefahren.

Auf den Bildern zu sehen bin ich, Michael Payr, und Markus Kaltenleitner

Instagram: Markus Kaltleitner